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Science Communication – opportunities and challenges: A toolkit for scientists

Forschende, die sich öffentlich zu gesellschaftlich umstrittenen Themen äußeren, werden häufig in Frage gestellt oder sogar angefeindet. The Royal Meteorological Society und der meteorologische Service Met Office geben Tipps für heikle Kommunikation mit Journalist*innen und auf Sozialen Medien.

Besonders Klimaforschende werden häufig angefeindet, wenn sie über ihre Forschung sprechen. Um diesem Problem zu begegnen, haben die britische The Royal Meteorological Society und der meteorologische Service Met Office gemeinsam ein Toolkit entwickelt, das Forschenden Tipps und Strategien für eine effektive, sichere und gesunde Wissenschaftskommunikation an die Hand gibt.

Der Fokus des Leitfadens liegt zum einen auf dem Kontakt mit Journalist*innen und Massenmedien und zum anderen auf der Kommunikation in sozialen Medien.

Zu Beginn gibt der Leitfaden einen Überblick über die Risiken, die eine öffentlichkeitswirksame Kommunikation über umstrittene Forschungsthemen mit sich bringen kann. Anschließend werden Arten von Falschinformationen und mögliche Unterstützungsangebote zusammengefasst. Detaillierte Informationen zu den einzelnen Aspekten finden sich in den Anhängen:

  • Anhang A erklärt im historischen Kontext, warum gerade „those who push the boundaries of knowledge“ zur Zielscheibe öffentlicher Diskreditierung werden..
  • Die Anhänge B und C geben konkrete Tipps im Umgang mit medialer Kommunikation: Wie können sich Forschende auf Interviews mit Journalist*innen vorbereiten? Was tun bei heiklen Fragen? Welche Social-Media-Plattformen gibt es und welche Zielgruppen sind dort erreichbar?
  • Anhang D geht darauf ein, wie Forschende auf Belästigungen und Infragestellungen reagieren können und was sie tun können, wenn sie von den Medien falsch zitiert werden.
  • In Anhang E geht es um mentale Gesundheit und wie Forschende sich vor negativen Einflüssen auf die eigene Psyche schützen können.
  • Anhang F zeigt Beispiele typischer Fehlinformationen und wie diese erfolgreich korrigiert werden können.
  • In Anhang G berichten drei Klimaforscherinnen und -forscher in Fallstudien über ihre negativen Medienerfahrungen und wie sie damit umgegangen sind.
  • Anhang H schließlich stellt die beteiligten Institutionen vor und Anhang I enthält ein umfangreiches Glossar mit typischen Begriffen des Cyber-Mobbings.

Die Autor*innen argumentieren aus der Perspektive von Wetter- und Klimaforscher*innen, die Inhalte lassen sich aber auf viele andere wissenschaftliche Disziplinen übertragen. Der englischsprachige Leitfaden ist daher für alle Wissenschaftler*innen geeignet, die mit Infragestellungen, Belästigungen und Bedrohungen aufgrund ihrer Wissenschaftskommunikation konfrontiert sind.

Zielgruppe:

Forschende

Herausgegeben von: 

The Royal Meteorological Society und Met Office

Die Leitlinie: 

Science Communication – opportunities and challenges: A toolkit for scientists

Veröffentlichungsdatum:

Januar 2025